Weltuntergang in Thailand
Bevor jetzt einige schnell noch versuchen all ihre Sünden zu bereuen und auf die apokalyptischen Reiter am jüngsten Tag warten, lasst mich richtig stellen,
der Weltuntergang kommt noch nicht.
Die zugegeben etwas reißerische Überschrift habe ich gewählt, weil man durchaus an diesen denken kann, wenn ein tropischer Gewittersturm in kürzester Zeit über Bangkok hereinbricht. Die zwei Bilder sind keineswegs in der Nacht aufgenommen,
bei Anzug eines Gewitters, wird der Tag buchstäblich zur Nacht.
Roland Emmerich’s Katastrophen Film “The day after tomorrow“, hätte durchaus die Spezialeffekte hier in Bangkok aufnehmen können.

Im Gegensatz zu Regenschauern in Europa ist tropischer Regen sehr viel kürzer, Regenschauer die sich über mehrere Stunden oder regnerisches Wetter, das sich über Tage hinzieht, gibt es hier in der Regel nicht.
In der Regenzeit regnet es zwar fast jeden Tag, jedoch so plötzlich wie sich der Himmel verdunkelt ist der Spuk auch wieder vorbei.

Der größte Unterschied zwischen einem normalen und einem tropischen Regenschauer, ist aber die Niederschlagsmenge. Nach nur wenigen Minuten Regen, verwandeln sich Straßen in Kanäle, Bangkok wird zum Venedig Asiens. Die Kanalisation der Stadt kann die enormen Wassermengen nicht mehr aufnehmen, was auch teilweise daran liegt, dass die Kanalisation einer deutschen Kleinstadt im Fassungsvermögen das von Bangkok übersteigt. Die Garküchen am Straßenrand, die bei Feierabend einfach ihre öligen Reste ins nächste Loch schütten, tragen auch ihren Beitrag bei. Die ohnehin schon zu klein bemessene Kanalisation ist verstopft,
wie die Herzkranzgefäße eines 80 jährigen.

Bei uns auf dem Lande ( zwischen Satthahip und Rayong ) ist so ein Weltuntergang Szenario dann oft noch mit stundenlangem Stromausfall gepaart !
Tiefhängende Wolken, Gewitter, Regen ohne Ende und dazu – abends bzw. nachts, das letzte Mal am Samstag zwischen 22.00h und 3.00h nachts ) – totale (!) Dunkelheit, da kein Strom – kommt manchmal recht unheimlich daher…