In Bangkok lebt es sich (nicht) am besten
In einer internationalen Studie bei denen die Lebensqualität in Großstädten verglichen wurde, nimmt Bangkok Platz 120 von 215 Teilnehmern ein.
Der Sieger der Studie ist Wien, Schlusslicht ist Iraks Hauptstadt Bagdad.
Zur Auswertung wurden unter anderem politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte berücksichtigt, persönliche Sicherheit, Gesundheit, Bildungs- und Verkehrsangebote waren weitere Punkte.
Warum Bangkok nun ungefähr in der Mitte der Hitliste liegt, lässt sich nicht genau sagen,der Aufstand der letzten Tage dürfte dabei aber keine Rolle gespielt haben.
Negativ anzulasten ist eher ein sehr dünn ausgebauter öffentlicher Personen Nahverkehr, das Schienennetz der Hochbahn und der U-Bahn umfassen nur ein Bruchteil der Stadt, notwendige Streckenerweiterungen ziehen sich meistens über mehrere Jahre hin oder scheitern ganz einfach am Geld.
Busverbindungen gibt es zwar reichlich, lebt man aber abseits von Bangkoks Geschäftsvierteln sind diese eher für Erlebnistouristen gedacht, die Busse sind teilweise ohne Klimaanlage und bis zu 50 Jahre alt.
Als Alternative bleibt da nur das Taxi oder das eigene Auto, grundsätzlich scheitern diese aber an Bangkoks Hauptproblem dem täglichen Stau.
In den meisten deutschen Städten schafft man selbst zur Rushhour die ganze Stadt in einer Stunde zu durchqueren, hier kommt man vielleicht bis zur nächsten Ampel.


